Über Gastgeberpaar

Birthe und Tage Gammelgaard übernahmen den Campingplatz im März 2015 und erfüllten sich damit einen jahrelangen Traum. Das Paar hatte damals den Drang nach etwas Neuem …

Doch warum ein Campingplatz?

Ein Campingplatz stand ganz oben auf der Wunschliste für die Zukunft. Dass es dann Vedersø Klit Camping wurde, damit sind die beiden sehr zufrieden, denn sie sehen in dem Campingplatz ein großes Potential, und außerdem fühlen sie sich wohl in Westjütland. Es ist ihnen wichtig, Zeit für Gespräche mit den Gästen zu haben. Einer der Gründe dafür, dass sie von einem Campingplatz geträumt haben, liegt gerade darin, dass sie gerne mit Menschen zu tun haben. Daher nehmen sie sich Zeit, ihre Gäste zu begrüßen, und bei jedem Saisonbeginn freuen sie sich auf die Ankunft der Dauercamper wie auch der neuen Campinggäste.

Ein Schulhausmeister & eine pädagogische Assistentin

Das Paar kommt ursprünglich aus der Gegend von Vinderup, wo Tage bis 2002 Hausmeister der Schule in Ejsing war. Danach führte er die Firma Blaabjerg Trampolin bei Varde. In dem Zusammenhang war er ständig in enger Verbindung mit den vielen Campingplätzen, die die Firma mit Hüpfkissen und -burgen beliefert. Birthe hat ursprünglich Verkäuferin gelernt, doch hat sie in den letzten 25 Jahren mit Kindern gearbeitet. Die beiden freuen sich immer auf gemeinsame Aktivitäten mit Kindern wie mit Erwachsenen.

Birthe und Tage haben drei erwachsene Kinder und drei tolle Enkelkinder, die sich öfters auf dem Campingplatz aufhalten. Im Büro arbeitet zeitweise Winnie mit. Sie und ihre Familie sind Dauercamper auf unserem Platz.

Wissenswertes über Vedersø Klit

Eine Insel vor der Küste Jütlands

Ursprünglich lag Vedersø Klit auf einer Insel westlich von Jütland. Ein Blick auf die frühesten Karten mit einer einigermaßen verlässlichen Darstellung der Gegend bringt uns zurück in die Zeit um das Jahr 1550, als der Holländer Cornelis Anthoniszoon eine Karte herausgab, die unter anderem Jütland zeigt. Hier sieht man eine Reihe von Inseln entlang der Westküste, etwa so wie wir es vom südlicheren Teil der Nordseeküste kennen, mit den Inseln Amrum, Föhr, Sylt, Rømø, Mandø und Fanø. Diese sind ebenfalls eingezeichnet, doch setzt sich die Reihe mit zwei weiteren Inseln fort: Uthoe und Numit. Vermutlich wurde Uthoe später zu einem Teil von Blåvands Huk, während die Insel Numit (auf späteren Karten: Numet) ein Teil der Küste wurde – und auf der Insel Numet befand sich also Vedersø Klit. Eine andere Karte aus dem Jahr 1680 stammt von Ionannes Ianssonius. Beide Karten waren für die Seefahrt angefertigt, das heißt, dass vor allem die Merkmale eingezeichnet sind, die für Handelsschiffe wichtig waren, wie Hafenstädte und Landemöglichkeiten.

Das Land Numet

Nördlich des „Landes Numet“, bei Torsmyd (Thorsminde), befindet sich eine Durchfahrt, und auf der inneren Seite sieht man Vosborg und Nissum. Weiter südlich kommen Husby, Timgaard und Ringkøbing. Auf den Karten sieht es noch so aus, als könne man durch die Durchfahrt bei Thorsminde bis hinunter nach Ringkøbing segeln. So war es ursprünglich auch, doch schon um das Jahr 1560 wurde diese Route durch Flugsand verschüttet. Man hob daher eine Fahrrinne aus, „Staby Kast“ – doch diese war nur für Boote mit geringem Tiefgang passierbar.

1650 zeichnete Johannes Mejer eine Karte von Dänemark. Hier ist Numet klar erkennbar bei Husby mit dem Festland verbunden. Die Unterschiede zwischen den Karten erklären sich wohl auch daraus, dass die Niederländer ihre Karten brauchten, um sich vom Meer aus dem dänischen Festland zu nähern, während es Johannes Mejers Aufgabe war, das Reich Frederiks III. zu kartieren. Die Karte zeugt jedenfalls von einer besseren Kenntnis des Landesinneren. Folgen wir Mejers Karte weiter nach Süden, sehen wir, dass Holmsland Klit an mehreren Stellen vom Meer unterbrochen ist und auch noch nicht bis zum Südende des Ringkøbing Fjords reicht.

Auf großen Teilen Numets steht Wasser, doch nach den alten Quellen war das Wasser oft so niedrig, dass man z. B. bei Søndervig nach Holmsland gehen oder fahren konnte, der untersten zu Numet gehörenden Insel, und der Weg weiter nach innen zwischen Holmsland und Ringkøbing führte über Vonå. Die großen Feuchtgebiete wurden häufig überschwemmt, und die einzige stabile Verbindung befand sich bei Vedersø Klit, am Ende des Fjords, wo Numet das Festland berührte.

Im Laufe der Jahrhunderte füllten sich die Fjorde hinter Numet zum Teil mit Ablagerungen, und die Nordsee spülte Sand an der äußeren Seite an, so dass sich die Meeröffnung im Süden Numets immer weiter zum Südende des Ringkøbing Fjords verschob und sich schließlich bei Nymindegab ganz schloss. Zeitweise schloss sich auch die Öffnung bei Thorsminde. So entstand der Küstenverlauf, wie wir ihn heute kennen.

Strandungen in Vedersø Klit

Die Nordsee als westlicher Nachbar hatte auch insofern Einfluss auf das Leben in Vedersø Klit, als es immer wieder zu Strandungen kam. Viele Jahre lang wurde der Strand Tag und Nacht von Strandwächtern bewacht. Dies geschah unter anderem, weil die Westküste mit ihren Sandbänken seit jeher bei Seeleuten gefürchtet war. Die Sandbänke erzeugen Verwirbelungen und Unterströmungen, die eine ernste Gefahr für Schiffe darstellen – wie auch für Badende. Ein weiteres Problem für Seeleute an dieser Küste war, dass man bei Sturm oder Orkan aus westlichen Richtungen keine Chance hatte, Windschutz von Landmassen zu finden. Die Häfen waren noch nicht ausgebaut, und die Wassertiefen reichten nicht aus, um in die Fjorde hineinzusegeln. Viele Schiffe wurden daher auf den Strand getrieben und erlitten dort Schiffbruch. In Vedersø Klit wurde vieles unternommen, um solche Katastrophen zu verhindern. So wurden z. B. Feuer in den Dünen oder am Strand entfacht, wenn die Strandwache meldete, dass ein Schiff Richtung Küste unterwegs war. Dennoch gab es etliche Strandungen, und die Rettungsmannschaften waren oft in Aktion. Viele Seeleute konnten gerettet werden. Von Bord der gestrandeten Schiffe wurden auch Frachten aller Art geborgen.  In den vergangenen ca. 150 Jahren wurden bei Vedersø Klit über 300 Schiffbrüchige gerettet, und weitere 131 Schiffbrüchige wurden mit Hilfe der Raketenanlage der Rettungsstation in Vedersø Klit gerettet. Dass dies gelang, ist nicht zuletzt den tüchtigen und mutigen Rettungsleuten zu verdanken, von denen viele Fischer waren – manche zugleich auch Bauern. Bei Schiffsunglücken warfen sie sich mit ihren Rettungsbooten mutig in die Wellen, wohl wissend, welcher Gefahr sie sich aussetzten. Alleine an der Westküste Jütlands starben zwischen 1856 und 1979 44 Rettungsleute bei Rettungseinsätzen. Im Buch erfahren Sie noch vieles mehr über die Strandungen bei Vedersø Klit im Laufe der Geschichte.

Quelle: Das Buch „Vedersø Klits Historie“

Die Geschichte des Kaj-Munk-Pfarrhauses

Der Pfarrhof Kaj Munks war ursprünglich ein Gutshof, dessen Geschichte bis ins 14. Jh. zurückreicht. 1626 wurde er zum Pfarrhaus von Vedersø und 2011 zum Kaj-Munk-Pfarrhaus. Hier lebte und schrieb Kaj Munk von 1924 bis zu seinem Tod 1944.

Nachdem Kaj Munk 1924 sein Theologiestudium beendet hatte, bewarb er sich um die Stelle des Pfarrers in Vedersø. Den Rest seines Lebens verbrachte er in Vedersø mit seiner Frau Lise, den gemeinsamen Kindern, dem Pfarrhof, dem Priesteramt und der Dichtkunst als Rahmen und Basis seines Daseins. Kaj Munk prägte das Pfarrhaus unter anderem durch die Einrichtung seines Schreibzimmers, des „Nistkastens“, im oberen Stockwerk.

Der Park des Kaj-Munk-Pfarrhauses

Der schöne Park am Kaj-Munk-Pfarrhaus hat seine ganz eigene Geschichte. Mit der Bepflanzung wurde um 1800 begonnen, und seitdem hat jeder Pfarrer den Park auf seine Weise geprägt. Der Park besteht vor allem aus Laubbäumen, die trotz des rauen Klimas Westjütlands üppig gedeihen.  Kaj Munk prägte den Park, indem er blaue Anemonen pflanzte, die er aus seiner Heimat Lolland mitbrachte. Er ließ auch einen Kanal anlegen, der den Garten mit dem nahe gelegenen Nørresø verbindet. Die Anhöhe „Flaghøjen“ wurde aus dem Aushub des Kanals aufgeschüttet.

Quelle: Ringkøbing-Skjern Museum, www.levendehistorie.dk

Die Bake – das Seezeichen von Vedersø Klit

Eins der bekanntesten Bauwerke von Vedersø Klit ist die rot bemalte Bake auf den Dünen. Sie ist ein Wahrzeichen der Gegend, und alle Besucher erinnern sich daran als etwas Besonderes. Vielleicht handelt es sich um eine der harmonischsten und schönsten Baken der Westküste. Im Herbst 2007 war das Seezeichen in Gefahr, auf den Strand herabzustürzen. Immer größere Teile der Düne verschwanden, und es fehlten nur wenige Meter, bevor die Bake umgekippt wäre. Eine örtliche Gruppe von Privatleuten ergriff die Initiative und rettete die Bake durch eine Umsetzung. Die Initiative war erfolgreich – heute steht die Bake wie früher als stolzes Wahrzeichen über Vedersø Klit.

Quelle: Das Buch „Vedersø Klits Historie“